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Hagis wurde zu einem beliebten Wallfahrtsort bis dann im auf und ab der Reformationswirren des 16. Jahrhunderts auch die Beteiligung der Gläubigen an den Wallfahrten ständig wechselte. Als aber wieder ruhigere Zeiten einzogen,erfreute sich auch der Wallfahrtsort Hagis zunehmender Beliebtheit. Die Kapelle mußte erneuert und erweitert werden. 1573-1615 ließ sich ein Einsiedler oder "Klausner" beim Kirchlein nieder. Der 30jährige Krieg brachte über das Klüschen Hagis neue Not. Es wurde verwüstet und ausgeraubt. Bald nach dem Krieg erfuhren die Wallfahrten auf Hagis wieder großen Zuspruch, so daß ab 1652 das Kirchlein einen eigenen Geistlichen erhielt. 1735 zählte die Pfarrei Hagis 50 Seelen. Das Klüschen Hagis vor 1850 Zeichnung von Carl Duval In den Jahren 1751-1771 wurde die Wallfahrtskapelle gründlich erneuert. Diese Renovierung kam fast einem Neubau gleich. Die beiden aus jener Zeit stammenden Barockbeichtstühle tragen die Jahreszahl 1780. 1790 hatte die Pfarrei Hagis nur noch 15 Seelen. Der letzte Pfarrer von Hagis, Karl Diegmann, starb 1820. Seither wird Hagis von Wachstedt betreut. Von Anfang Mai bis Ende September ist an jedem Sonntag um 10.00 Uhr ein außerordentlich gut besuchter Gottesdienst. Bei schönem Wetter wird dieser im Freien gefeiert. Am Fest Maria Heimsuchung, 2. Juli bzw. an dem darauf folgenden Sonntag und Montag sind die eigentlichen "Klüschentage". Seit 1957 ist Hagis der Ort der großen Männerwallfahrt (Christi Himmelfahrt). |
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Der Hülfensberg ist der älteste und bedeutendste Wallfahrtsort im Eichsfeld. Die Kirche selbst ist ein dreischiffiges, einer Krypta ähnliches Gebäude im frühgotischen Stil. Da zwischen dem Hülfensberg im Eichsfeld und dem Werratal in Hessen die innerdeutsche Grenze verlief, war der Wallfahrtsort über 40 Jahre lang nur für wenige Eichsfelder erreichbar. |
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